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Sommerkonzert von Univocale

Posted by fei on Jul 10, 2010 in Musik

Es geht um die Liebe…

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Bilder-Nachtrag:

 
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“Orpheus & Eurydike”

Posted by fei on Mar 27, 2010 in Musik

Mein geliebter Chor “univocale”- wieder einmal geleitet von Christoph Ostendorf – macht bei der diesjährigen Aufführung der Oper “Orpheus & Eurydike” von Christoph Wilibald Gluck im Schlosstheater Rheinsberg mit und eine Woche Probe steht uns noch bevor, dann beginnen die Aufführungen.

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“Wer bist verwegner du, der dieses Ortes Ruh frevelnden Schritts entweiht, der vor der Dunkelheit, nimmer sich scheut!?”

Nach vielen, vielen Proben wache ich mittlerweile mitten in der Nacht auf und das Erste, was mir einfällt, sind diese Liedtexte. :)

Bilder-Nachtrag:

Presse:

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Wieder einmal eine Konzertankündigung

Posted by fei on Feb 5, 2010 in Musik, Neues

Dieses Mal singe ich (leider) nicht mit, aber dafür sitze ich im Publikum und höre zum ersten Mal das Collegium Musicum in der Berliner Philharmonie, das ist doch auch mal was…

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Berlin-Wolgograd-Moskau-Berlin – ein Reisebericht, Teil 2

Posted by fei on Dec 25, 2009 in Musik, Reise

2. Tag (20. Sept. ’09) – “Presto, presto! Presto!”

Nach einem freien Vormittag, bei dem wir die Gelegenheit hatten die nähere Umgebung von unserem Hotel zu erkunden, trafen wir den russischen Chor im Kloster und hatten unsere erste Probe. Das erste Treffen war mit einiger Verlegenheit begleitet und auf den ersten Blick prallten da zwei Welten aufeinander. Die russischen Frauen hatten alle Röcke und Oberteile mit langen Ärmeln an und manche trugen sogar einen Kopftuch. Unsere Mädels hingegen trugen fast alle Jeans und einige recht enge T-Shirts. Nur einige wenige von den Russen sprach flüssig Englisch, was die allgemeine Verlegenheit nur noch steigerte.

Doch als wir mit dem Singen begangen, löste sich die Spannung allmählich und über die gängige Begriffe der Musik konnte Christoph (unser Chorleiter) sogar fast problemlos die Dynamik oder das Tempo kommunizieren. So fanden wir z.B. heraus, dass wir “Mnogaja Ljeta” viel zu gemächlich sangen und es “Presto, presto, presto!” sein müsste. Christoph kam dabei wohl doch etwas ins Schwitzen und zusammen mit dem russischen Chor lachten wir über sein leicht angestrengtes Gesicht.

Ich musiziere schon seitdem ich in der Grundschule bin, aber im Wolgograd habe ich zum ersten Mal so intensiv erlebt, wie stark die Musik auch als Sprache zwischen den Menschen funktionieren kann. Da gründet man EU oder UNO, trifft sich andauernd bei irgendwelchen Gipfeltreffen und eigentlich braucht man nichts anderes zu tun als ein kleines Lied zu trillern und alle trillern mit… Natürlich ist das alles sehr naiv ausgedrückt, aber um an dieser Stelle Paul Hindemith zu zitieren:

Menschen, die gemeinsam Musik machen, können keine Feinde sein — zumindest nicht, solange die Musik andauert.

PS: da fällt mir ein, wenn wir schon bei dem Thema sind (und weil wir heutzutage so schrecklich interaktiv sind), ein sehr sehenswertes Video dazu wäre Where the hell is Matt? . Und spätestens jetzt kriege ich wieder ganz viel Fernweh!

Fortsetzung folgt…

 
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The Veil of the Temple

Posted by fei on Dec 4, 2009 in Musik

Vor fast genau drei Jahren besuchte ich die Deutschland-Premiere von “The Veil of the Temple” – ein neunstündiges Musikwerk von Sir John Tavener. Die Aufführung fand im Hamburger Bahnhof statt, begann kurz nach 22 Uhr, zog sich über die ganze Nacht und endete am nächsten Morgen mit dem Sonnenaufgang um 7 Uhr.

Es war ein Erlebnis, welches mich tief beeindruckt hat und von dem ich heute – nach drei Jahren – immer noch zehre.

Nun lief auf ARTE eine Dokumentation über dieses Ereignis und hier ist der Trailer dazu:

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Das “univocale”-Weihnachtskonzert

Posted by fei on Nov 12, 2009 in Musik, Neues

Aus dem temporären Projektchor “univocale” ist ein langfristiges Chorprojekt geworden, mit regelmäßigen Proben und geplanten Konzerte.

Das nächste Konzert von “univocale” findet am 12. Dezember 2009 in der Kreuzkirche Schmargendorf (Ecke Hohenzollerndamm/Forckenbeckstr.) statt. Nach dem Motto: Come, all ye people – welcome the Lord! präsentieren wir unter der Leitung von Christoph Ostendorf “Weihnachtslieder aus aller Welt – vom 17. bis zum 20. Jahrhundert – von Michael Praetorius bis John Rutter.

Bilder-Nachtrag:

 
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Improvisation

Posted by fei on Nov 9, 2009 in Alltag, Kunst, Musik, Neues
Improvisation am Sonntagnachmittag

Improvisation am Sonntagnachmittag

Die Schwierigkeit bei der Improvisation ist von der Gewohnheit loszulassen und der eigenen Intuition zutrauen, dass sie schon etwas angenehmes hervorbringen wird. Diese Schwierigkeit durfte ich heute leibhaftig bei meinem ersten Improvisationsversuch am Klavier erfahren und ich habe mich um mehr verkrampft, je mehr ich versucht hatte los zu lassen. Es war anstrengend. Doch hat mich die Improvisationssession inspiriert und ich musste etwas auch malerisch improvisieren… Das Ergebnis ist – zugegeben nicht viel besser geworden wie meine Versuche am Klavier (und ich müsste es eigentlich besser können), aber das ist das erst Mal seit langer Zeit, dass ich wieder frei etwas malen konnte und es hat sehr viel Spaß gemacht. Also, was sollt’s – wird zerschnitten für die nächste Collage.

 
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Berlin-Wolgograd-Moskau-Berlin – ein Reisebericht, Teil 1

Posted by fei on Nov 5, 2009 in Musik, Neues, Reise

Ich muss langsam damit beenden, sonst ist der Anfang nie in Sicht, und eines Tages ist plötzlich aus der Erinnerung die Wirklichkeit geworden.

Für ca. 9 Tage befand ich mich mit meinem Projektchor “univocale” auf einer Chorfahrt nach Wolgograd/Russland und hier ist der erste Teil des Reiseberichts:

Anreise (17. – 18. Sept. ’09) – Die Erinnerung an die Hölle:

Der Flug von Berlin nach Moskau war unspektakulär, über das Flugzeugessen werde ich nicht sprechen, weil ich mich sonst nur darüber aufrege. Leicht zermartert kam ich mit zweiunddreißig anderen “Univocalisten” um 5:40 (Ortszeit) am Flughafen Sheremetyevo International an und wir wurden von einem kalten Moskau in Empfang genommen.

Dann hieß es 7 Stunden lang auf den Anschlussflug warten… Und ich kann mich absolut an rein gar nichts aus meinem Leben erinnern, was diesem schrecklichen Zustand hätte entsprechen können. Ich war durch und durch übermüdet (zu allem Überfluss kündigte sich eine Erkältung an) und wollte nur noch schlafen, doch die Bänke in der Wartehalle waren mit Metallarmlehnen unterbrochen und sowieso fast alle besetzt. Der Boden war nicht gerade sauber, also fiel auch dieser als Liegemöglichkeit aus. So verrenkte man sich in irgend eine Schlafposition, fiel um, wenn man gerade richtig einschlief, schreckte hoch, schaute sich verwirrt um, erinnerte sich daran, wo man war, schaute unglücklich, verrenkte sich in eine andere Lage und das ganze Theater ging wieder von vorne los.

Müsste ich einen Aussatz über die Hölle schreiben, ich würde diese 7 Stunden als Vorlage nehmen. Der Mensch kommt nach seinem Ableben in die Wartehalle für Inlandsflüge der Sheremetyevo International Airport, Moskau und wartet dort auf seinen Anschlussflug, der kommt aber einfach nicht, der kommt nicht, der kommt nie…

Der kam doch. Und so erreichten wir nach 13 Stunden Anreisezeit doch noch Wolgograd.

Und wenn ich so rückblickend darüber schreibe – die Gedanken zitierend, die ich damals hatte – kommt es mir so vor, als würde ich alles nur unendlich dramatisieren. Khalil Gibran schreibt seinem Buch “Der Prophet”:

Aus der Zeit wollt ihr einen Strom machen, an dessen Ufern ihr sitzt und zuschaut, wie der fließ. Doch das Zeitlose in euch ist sich der Zeitlosigkeit des Lebens bewußt. Und weiß, dass Gestern nichts anderes ist, als die Erinnerung von Heute und Morgen der Traum von Heute.

Sei alles also nur eine unangenehme Erinnerung gewesen.

1. Tag (19. Sept. ’09) – “Die Schlacht um Stalingrad ist unsere Spezialität!”:

… brummte es durch die Lautsprecher vom Reisebus, während wir Richtung Mamaj-Hügel fuhren. Zuvor haben wir den Platz der gefallen Krieger besucht, der als Gedenkstätte für die russische Soldaten errichtet wurde, die während der Schlacht um Stalingrad gefallen sind. Schüler und Schülerinnen, die als SoldatenInnen verkleidet sind, halten heute noch regelmäßig dort Wache und überhaupt scheint die ganze Stadt noch stark in Erinnerung an die damalige Schlacht zu schwelgen. Die Schlacht und die damit verbundene, zahlreiche Gedenkstätte ist eine große (und vielleicht die einzige?) Attraktion der Stadt und die Sowjetunion hat ihren großen Anteil dazu beigetragen, dass die Soldaten-Verehrung einen solchen großen Ausmaß annehmen konnte wie der Mamaj-Hügel ihn darstellt. Mit ihrer 85 Meter Betonkörper-Größe und 16 Meter Metallschwert-Länge thront die Mutter Heimat an der Spitze des Mamaj-Hügels und ruft ihre Söhne zur Verteidigung von Russland. Ihre Söhne werden durch einen “sixteen-packs”-bepackten, kalaschnikow-beladenen Soldat symbolisiert, der die Mutter Heimat aufgrund der Dreisatzrechnung mehr und mehr bedeckt, je höher man den Mamaj-Hügel emporklettert. Nebenbei wird man von Radio-Aufnahmen zur Zeit der Schlacht beschallt, lässt sich vom monumentalen Heldenplatz mit einem 26,6 x 86 Meter großen Wasserbecken umgeben von 6 Meter hohen Heldenstaturen beeindrucken und vom goldbeladenen Saal des Soldatenruhmes blenden. Ausführliche Informationen über den Mamaj-Hügel gibt es hier.

Nach dieser glorreichen Sight-Seeing-Tour und einer sehr guten Abendmahlzeit in Sascha’s kleinem Restaurant (das Essen war superb und sollte in den nächsten Tagen so bleiben!) trafen wir in der Musikschule auf einen Knabenchor. Der Chor bestand aus witzigen Jungen, die noch Sopran piepsten, und angehenden Männern, die schon im Bass brummten. Wir verteilten uns nach Stimmlage zwischen ihnen und gemeinsam probten wir ein russisches Lied (“Посеял Лен За Рекою” ist, soweit ich verstanden habe, ein russisches Volkslied) und “Ave verum” von Mozart. Die Knaben, egal wie klein sie noch waren, waren sehr diszipliniert und hatten wunderschöne Knabenstimmen. Außerdem hat mich das “Ave verum” an meinen Schulchor erinnert, bei dem ich noch Sopran war und ich vermisste den ewig alten, brummigen Theo (“Gott schenkt dir einen fetten Sohn und segnet die Königin von England!”) und meine Julia, die immer noch Sopran singen kann.

“Ave Verum” mit Ferdi summend machten uns wir danach auf den Weg zu einem orthodoxen Gottesdienst im Kloster. Nur mit einer leisen Ahnung davon, was mich dort erwarten würde, betrat ich – einen Kopftuch tragend – die Kirche und begab mich in eine andere Welt. Es ist hier nicht die richtige Stelle, um über die Religion zu diskutieren, ich habe auch zu wenig von den ganzen Gebeten und Segnungen verstanden, um über ihren Sinn oder Unsinn zu debattieren. Das permanente Sich-Bekreuzigen, wenn das Wort “Gott” fällt, als eine Art Ritual und vielleicht auch eine Form der Meditation würde ich noch hinnehmen, aber über Vorschriften, welche im Mantel der Religion verpackt die Frau diskriminieren, habe ich so meine Meinung. Nun… ich habe schon Nächte lange Diskussion mit Anderen über das Thema gehabt und muss mich hier nun wirklich nicht wieder darüber auslassen.

Der Abend endete mit einer fröhlichen Runde im Party-Zimmer von Christian und Christoph, wo der gesamte Chor samt Dirigent und Dolmetscherin sich hineingequetscht hatte und die große Wodka-Probier-Runde nahm damit ihren Lauf.

Fortsetzung folgt…

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