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Fertigstellen von Simon's LampenschirmIch (Zhuo-Fei Hui, 25) studiere Informatik (Dipl.) an der Technischen Universität Berlin und arbeite nebenbei als Betreuerin der Macintoshs in der Mathematik-Fakultät. Gerade genieße ich meine neugewonnene Schreinfreiheit und schreibe an meiner Diplomarbeit.

Im Nebenfach studiere ich Philosophie und in meiner freien Zeit zeichne ich, singe in einem Kammerchor, jongliere und versuche wieder regelmäßig Klavier zu üben. Erhoffe mir davon wieder ein bisschen weniger stumpfsinnig zu sein, mir selbst und anderen wieder zuhören zu können und einen schmerzfreien Rücken.

Warum man lieber sockenlos leben sollte:

Eine Frage, die ich mir fast einmal in der Woche stelle, ist: Wo ist die andere Socke abgeblieben? Denn man kennt es ja – nach jeder Wäsche ist wieder einmal eine Socke zum Single geworden, weil die andere Socke spurlos verschwunden ist.

Folgende Theorie hat sich mit der Zeit in meinem Kopf festgesetzt: das Zusammentreffen von 1500 Drehung/Min., 40 Grad warmem Wasser, Waschpulver (optimiert für Maschinenwäsche bei 30 Grad), in Verbindung mit dem debil glücklichen Menschen, der vor dem Guckloch sitzt und sich freut, dass alles bunt durcheinander gewirbelt wird, erzeugt ein kleines Wurmloch, welches die Größe einer einzigen Socke hat und genau solange anhält, bis eine einzige Socke durchgeflutscht ist.

Natürlich hebt man die zurückgelassene, nun Single-Socke auf, in der Hoffnung, die andere Socke würde eines Tages wieder auftauchen. Doch genau hier liegt der Denkfehler.

Meine Theorie geht nämlich weiter: all diese Socken, die den Weg durch das Wurmloch gegangen sind, haben sich auf der anderen Seite eine eigene Sockenwelt aufgebaut, in der sie sockenfreundliche Unterkünfte haben (statt der Sockenmassenhaltung in der Schublade) und ein feucht fröhliches Socken-Single-Leben führen können. Natürlich denken sie manchmal wehmütig an ihre Partner-Socke zurück, doch wie soll die je ihren Weg in die Waschmaschine finden, wenn sie doch nie mehr wieder getragen wird?

Deshalb rufe ich euch auf, nicht mehr länger an den vielen Single-Socken in euren Schubladen zu hängen und auch sie  regelmäßig in die Waschmaschine zu werfen, damit sie eines Tages ihre Gelegenheit finden, durch das Wurmloch zu schlüpfen und zu ihrer jeweiligen Partner-Socke gelangen. Gibt es eine schönere Vorstellung als die von einem glücklichen Sockenpaar, das eng umschlungen an einem weißen Strand sitzt und den Sonnenuntergang beobachtet?

In diesem Sinne:

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